25 Jahre Bürgerverein
Eine positive Bilanz
Geschichte Brochhagens
Eine positive Bilanz

25 Jahre BVB – eine positive Bilanz

1979 - 2004

Wer vor 25 Jahren durch die Broche fahren musste, wird sich erinnern, dass die Frielingsdorfer Straße (L 97) ein schmales Sträßchen war, an dem es keinen Bürgersteig gab und zwei sich begegnende LKWs kaum aneinander vorbeikamen. Wer vor 20 – 25 Jahren gebaut hat, wird sich an die Genehmigungsschwierigkeiten erinnern.

Die Frielingsdorfer Straße ist verbreitert, teilweise verlegt und mit einem Rad-Geh-Weg versehen; dies alles durch Initiative des BVB. Dabei war es gar nicht so einfach, Land und Gemeinde von der Notwendigkeit der Baumaßnahme zu überzeugen. Durch aktive Mithilfe bei Grundstücksangele- genheiten konnte der BVB eine rasche Realisierung erwirken. Dies war ein erster Erfolg. Es blieb die Bauproblematik. Viele junge Brocherinnen und Brocher wollten bauen. Fast jeder Bauantrag wurde abgelehnt. Der BVB beantragte, in allen Ortsteilen Baurecht zu schaffen – mit Erfolg. Heute sind große Teile Brochhagens mit Bebauungsplänen oder Bausatzungen versehen. Wer die Häuser und Wohnungen zählt, die in den vergangenen 25 Jahren errichtet wurden, wird feststellen, dass sich Brochhagen mehr als verdoppelt hat.

Das geschlossene Auftreten unseres Ortes, repräsentiert durch den Bürgerverein, führte dazu, dass der für das Bauen zwingend notwendige Kanal, die Erdgasversorgung oder die Verkehrsberuhigung (30 km/h) in Mittel- und Oberbrochhagen verwirklicht wurden.

Als der Holler Siefen immer häufiger unerträglich stank, war es der BürgerVerein, der die Ursache ermittelte und entscheidend dazu beitrug, dass die Verursacher (Deponie Hinterrübach) zur Verantwortung und Abhilfe verurteilt wurden. Heute werden die Sickerwässer durch einen millionenteuren Kanal abgeleitet.

Große Aufregung herrschte vor knapp 25 Jahren, als das Land quer durchs Sülztal und den Dimberg eine Zufahrt zum Industriegebiet und zur Leppe-Deponie schlagen wollte. Eine großangelegte Unterschriftenaktion des BVB konnte den Rat mehrheitlich vom Unsinn einer solchen Straße überzeugen.

In den letzten Jahren sind die Probleme kleiner geworden. Es gibt aber auch hier Erfolge zu verzeichnen: Die neue Fußgängerbrücke an der Mühle, die Überquerungshilfe am Dorfplatz sind nur zwei Beispiele, wo das Land und die Gemeinde Lindlar den Anträgen aus Brochhagen folgten.

Dass der BVB nicht nur Anträge stellen kann, sondern auch selbst Hand anlegt, zeigen Dorf- und Bolzplatz, die Sitzecke in der Steinbrache, an der Oberbrocher Brücke und am Vogelsberg. Viel Zeit und Arbeit wird in das jährliche Dorffest gesteckt, das zunächst an der Mühle, dann an der Oberbrocher Brücke und jetzt auf dem Dorfplatz veranstaltet wird.

Auch übers Jahr verteilt ist der BVB aktiv: Skatabende, Fußballturniere, Wandertage, Familienausflüge, Vogelberglauf, kommunalpolitische Informationsveranstal- tungen erfreuen sich großer Beliebtheit und sind für die, die dies alles organisieren, mit viel Arbeit verbunden.

Man könnte meinen, dass heute alles in bester Ordnung ist. Vieles ist geschafft, aber es gibt z.B. immer noch keinen Kinderspielplatz. Für die nächsten 25 Jahre hat der BVB noch genug zu tun. Wenn, wie bisher, alle zusammenhalten, wird es kein Problem sein, auch die nächsten 25 Jahre erfolgreich zu gestalten.





Jürgen Dreiner-Wirz